Dieter Rudolf finished am Erzberg

Dieter Rudolf finished am Erzberg

Das größte Rennen meiner heurigen Saison verlief noch besser als erwartet.
Ich konnte vergangenes Wochenende bei dem größten und schwersten Hard-Enduro Rennen der Welt, dem Erzbergrodeo, den tollen 22. Platz einfahren. Für mich geht ein weiterer riesen Traum in Erfüllung und ich bin wahnsinnig glücklich über meine Zielankunft. Bereits 2014 durfte ich erstmals die schwarz-weiße Ziel-Flagge in den Händen halten und jeder der das Red Bull Harescramble kennt, weiß was das bedeutet.
Mehr als 1500 Fahrer, darunter die absolute Weltelite des Offroadsports, treten jeweils am Freitag und am Samstag an und stellen sich dem Iron Road Prolog bei dem es darum geht, die schnellstmögliche Zeit in den Berg zu brennen. Ich war top motiviert und super vorbereitet auf das heurige Erzbergrodeo. Mit zahlreichen Top Platzierungen bei den bisherigen Internationalen Rennen (Offroadweekend Kroatien Platz 3; Enduro Panorama in Rumänien Platz 4; Verd Extrem Slowenien Platz 4;) ging ich am Freitag mit einem guten Selbstvertrauen an den Start. Nach nur knapp 9:30 Min. war der erste Renntag bereits wieder vorbei. Ich hatte einen guten Lauf und einen super Rhythmus, konnte somit voll pushen und erreichte den vorläufigen 32. Platz.
Am Samstag ging es wie auch bereits am Freitag um 08:00 Uhr früh mit dem Prolog los. Leichter Regen in der Nacht sorgte für top Bodenverhältnisse und somit für noch schnellere Zeiten am Iron Road Prolog. Somit war bereits am Start klar, dass man an diesem Tag alles aus sich und seiner Maschine holen musste um unter die schnellsten 50 Fahrer zu kommen, um am Sonntag von der ersten Startreihe aus ins Hauptrennen zu gehen. Mit einem weiteren soliden Lauf konnte ich mir den 39. Platz sichern und somit mit perfekten Voraussetzungen ins Hauptrennen starten.
Am Sonntag wurde pünktlich um Punkt 12:00 Uhr die Startflagge zum Red Bull Harescramble gehisst und die erste der 10 Startreihen zu je 50 Fahrern startete ins Rennen. Leider ist mein Bike nicht gleich angesprungen und somit kam ich als letzter aus der ersten Kurve heraus. Ich versuchte mich aber nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und konzentrierte mich von nun an bloß keine Fehler zu machen. Da bereits kurz nach dem Start das erste größere Steinfeld auf uns wartete und zahlreich Werksfahrer ihre Probleme hatten, konnte ich schon hier wieder einiges an Zeit gutmachen. Ab Checkpoint 2 fand ich meinen Rhythmus und versuchte kontinuierlich zu pushen und mich nach vorne zu kämpfen.
Der wohl entscheidendste Checkpoint des Rennes war Carls Dinner (benannt nach dem Organisator des Rennens Carl Katoch). Dieser Checkpoint war ein 4,4 km langes Steinfeld mit metergroßen Felsen die es zu überwinden galt. Ich konnte mir meine Kräfte sehr gut einteilen und versuchte so wenige Pausen wie möglich zu machen. Als ich nach gefühlten 2 Stunden endlich das Ende des Checkpoints erreichte und ich noch knapp 1 Stunde Zeit hatte, wurde mir das erste Mal klar, dass ich heuer wieder die Möglichkeit haben könnte die Zielflagge zu sehen.
Nach knapp 3:40 Std. war es dann so weit und ich wurde mit tobendem Applaus in der Erzbergrodeo Aktion Arena von hunderten Fans empfangen und hielt erneut die schwarz-weiße Flagge in den Händen.
Dieses Gefühl, als 22ster und somit als drittbester Österreicher die Ziellinie zu überqueren ist wirklich unbeschreiblich und noch dazu zu wissen, dass alle anderen Fahrer vor mir absolute Vollprofis sind, ständig am Motorrad sitzen und nicht wie ich einer 40-Stunden Arbeit nachgehen.
Ich bin sehr glücklich über diese Leistung und möchte allen meinen Partnern, Sponsoren, Freunden und meiner Familie für die tolle Unterstützung danken, ohne sie wäre das unmöglich machbar gewesen.
Danke an die Firmen Wurmb, KTM-St.Pölten, KINI, Motorradreporter, Xajo, Hirschmuggl, X-Grip, GPV, Fiat Professional!